Tage der Genforschung

Journée de la recherche en génétique

Archive «Journées de la recherche en génétique» 2006


Rétrospective
Programme
Vue d`ensemble du programme
Journée de stage en laboratoire
     Bâle
Affoltern am Albis
Berne
Dietikon
Fribourg
     Genève
Lausanne
Mittelhäusern
Muttenz
Niederwangen
     Sion
Thalwil
Wädenswil
Winterthour
Zurich

 BERN EXPERIMENTENPARCOURS
 
Daten:
In der Zeit vom 1. bis 12. Mai 2006 ist ein Besuch möglich, Termin nach Vereinbarung.
 
Ort:
Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Universität Bern, Bühlstrasse 28, 3012 Bern. Organisation: Prof. Dr. Hans Trachsel
 
Thema:
Mittels Gentechnik dem Verbrecher auf der Spur
Wir zeigen, wie aus einer Blutspur mittels DNA-Analyse ein Tatverdächtigter ermittelt wird. Die Klasse wird in einer kurzen Einführung auf die Demonstration vorbereitet und geht darauf durch einen Parcours, in welchem die einzelnen Schritte des Experimentes erläutert werden: Die DNA wird isoliert und für das Experiment vorbereitet. Dann werden Abschnitte der DNA mittels PCR (polymerase chain reaction) vermehrt und die vervielfältigten DNA-Fragmente nach ihrer Grösse im Agarose-Gel aufgetrennt. Die Grösse der DNA-Fragmente wird unter UV-Licht sichtbar gemacht. Die Länge der DNA-Fragmente identifiziert den Täter.

Die gezeigten Techniken werden mit Videoaufnahmen und weiterem Anschauungsmaterial verdeutlicht. Die Schüler betrachten menschliche Zellen unter dem Mikroskop und Bakterien und Hefen auf Agarplatten und in Flüssigkulturen. Anschliessend beantworten die Experten offene Fragen und laden Lehrer und Schüler zum Meinungsaustausch ein.

 
Angebot:
Das Angebot richtet sich an Klassen der Sekundarstufe I und II. Die Schüler machen sich mittels Arbeitsblättern und Internet-Seiten mit Fragen der Gentechnik vertraut.
Auf Wunsch Beratung von Lehrpersonen betreffend Vorbereitung der Klassen
 
Anmeldung:
Prof. Dr. Hans Trachsel, Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Bühlstrasse 28, 3012 Bern. Tel: 031 631 41 05, Fax: 031 631 37 37, E-Mail: hans.trachsel@mci.unibe.ch
 
Anmelde-
schluss:
Freitag, 21. April 2006.
 
 
 BERN OFFENE LABORTÜREN
 
Daten:
Donnerstag, 18. Mai 2006, und Dienstag, 30. Mai 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
 
Ort:
Departement Klinische Forschung, Thromboselabor, Dr. Manfred Heller und Prof. Dr. André Haeberli, Universität Bern, Inselspital, 3010 Bern. Besucherinnen und Besucher werden in der Eingangshalle der Kinderklinik (Höhe Passerelle) im Inselspital zur angegebenen Zeit erwartet.
 
Thema:
Proteomics - das Zeitalter nach Genomics
An Beispielen wird vorgeführt, wie die komplexe Welt der Proteine heute analysiert wird. Das menschliche Genom ist weitgehend bekannt: Der Mensch weist ungefähr 30'000 Gene auf. Die Proteine, die als Produkte aus den Genen entstehen, erfahren nach der Synthese jedoch vielfache Veränderungen. Das führt zu einer Gesamtzahl von rund 200'000 Proteinen. Diese Vielfalt an Molekülarten zu analysieren ist die Aufgabe eines Labors für Proteomik. Dabei werden moderne Trenn- und Analysemethoden eingesetzt. Die Flut an Daten, die aus diesen Untersuchungen resultieren, werden mit modernsten Methoden der Biostatistik analysiert. Die Forschung hofft, mit diesen Analysen ernsthafte Erkrankungen (Krebs, Arteriosklerose u.a.) in einem sehr frühen Stadium erkennen zu können.
 
Angebot:
Einführung in das Gebiet Proteomics - Vorstellung der Arbeitsmethoden im Labor
 
Anmeldung:

Anmeldeschluss: Mittwoch, 10. bzw. Montag, 22. Mai 2006.

 
 
 BERN STANDAKTION
 
Datum:
Freitag, 9. Juni 2006, 8.30 bis 18.00 Uhr
 
Ort:
Bärenplatz, 3011 Bern
 
Organisation:
Gene Peace, Pamela Marti und Schweizerische Hämophilie-Gesellschaft (SHG), Daniel Lottaz und Verein Galactosämie Schweiz, Christa Gutknecht
 
Thema & Angebot:
Gentechnologische Erzeugnisse - Helfer und Lebensretter
Noch immer ist vielen Menschen nicht bewusst, wie vielfältig der Einsatz gentechnologisch produzierter Erzeugnisse im Alltag heute schon ist. Diese Produkte haben sich trotz jahrelangem Gebrauch weder als Risiko noch als direkte Gefahr herausgestellt. Vielmehr sind sie zu unersetzbaren, jedoch unerkannten Helfern des täglichen Lebens geworden. Wir, Gene Peace, die Schweizerische Hämophilie-Gesellschaft und die Galactosämie-Vereinigung, wollen deshalb im Rahmen der Gentage mit Posterpräsentationen und der Einladung zum direkten Dialog am Bärenplatz in Bern auf gentechnologische Erzeugnisse aufmerksam machen. Einerseits zeigen wir heute erhältliche gentechnologische Anwendungen aus Haushalt, Medizin und Ernährung, andererseits werfen wir einen Blick auf die Zukunftschancen dieser Technologie. Im Wissen, dass positive Erfahrungen im alltäglichen Gebrauch mehr Gewicht haben als fiktive Schreckgespenster, freuen wir uns auf Fragen und angeregte Gespräche mit allen Interessierten.

Gentechnologie im Alltag
Gene Peace, ein Verein von jungen Forschenden des Instituts für Immunologie Bern, lädt Sie ein, sich über gentechnisch hergestellte Erzeugnisse des alltäglichen Gebrauchs zu informieren. Am Stand werden Sie aufgeklärt, wo schon heute und in Zukunft gentechnisch veränderte Produkte alltäglich vorkommen.

Fortschritte bei der Behandlung der Bluterkrankheit
Die Vertreter der SHG informieren am Stand über die Bluterkrankheit und über medizinische Fortschritte bei der Behandlung. Heute benutzt eine Mehrheit der Bluter in der Schweiz gentechnisch hergestellte Medikamente. Weitere Fortschritte zeichnen sich ab: In Zukunft wird die Bluterkrankheit mittels Gentherapie behandelt werden.

Genforschung: Die grosse Hoffnung bei der Stoffwechselkrankheit Galactosämie
Diese Erbkrankheit basiert auf fehlerhaften Genvarianten. Infolge Mangels des Enzyms Galactose-1-Phosphat-Uridyltransferase kann der Zucker Galaktose nicht zu Glukose umgewandelt werden. Eine laktoseund galaktosefreie Diät ist unerlässlich. Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod. Es besteht die Hoffnung, dass dank Gentherapie die Produktion des fehlenden Enzyms angeregt werden kann.

 
 
 BERN SCHNUPPERTAGE IM LABOR
 
  Dem Blutkrebs auf der Spur
 
Unser Labor beschäftigt sich mit der Grundlagenforschung im Bereich der Blutbildung und des Blutkrebses. Wir untersuchen die molekularen Ursachen des Blutkrebses und versuchen zu verstehen, warum sich Blutkrebszellen anders verhalten als normale weisse Blutkörperchen. Für unsere Experimente nehmen wir die Transporteigenschaften des HI-Virus zu Hilfe und verwandeln so einen gesundheitsschädlichen Organismus in ein wertvolles, wissenschaftliches Werkzeug.
 
Labor Medizinische Onkologie/Hämatologie, Departement Klinische Forschung, Universität Bern, Dr. M. Tschan
 
Daten:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
3
 
Anmeldung
 
 
  Meiose - Bildung von Gameten
 
Die Meiose, der Vorgang zur Herstellung von Gameten (Eizellen, Spermien), untersuchen wir an einem Modellorganismus: der Hefe Schizosaccharomyces pombe. Neben dem Studium der zellulären Strukturen erkunden wir besonders die Rekombination. Dieser Mechanismus ermöglicht es, bei der Fortpflanzung das Genom zu durchmischen und ist damit die Basis für die Evolution aller Lebewesen. Rekombination ist eng verknüpft mit der Replikation (Verdoppelung) und Reparatur des genetischen Materials. Sind diese Vorgänge gestört, so resultieren Erbkrankheiten, Krebs und Sterilität.
 
Institut für Zellbiologie, Universität Bern, Prof. Dr. Jürg Kohli
 
Daten:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
2
 
Anmeldung
 
 
  Kontrolle der Genaktivität
 
Die Kontrolle der Genaktivität ist ein hochkomplexer Prozess und letztlich der Schlüssel zum Verständnis, wie Leben auf der molekularen Ebene funktioniert. Genau wie bei komplexen industriellen Prozessen braucht es verschiedene Qualitätskontrollmechanismen, die sicherstellen, dass die Fehlerrate bei der Umsetzung der genetischen Information möglichst tief bleibt. Mit unseren Experimenten versuchen wir zu verstehen, wie die Qualitätskontrolle bei der Genexpression funktioniert.
 
Institut für Zellbiologie, Universität Bern, Dr. Oliver Mühlemann.
 
Daten:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
2 (à je max. 2 Personen)
 
Anmeldung
 
 
  Eiweissspaltung und die Entstehung von Darmkrebs und Darmentzündung
 
Die Darmoberfläche kommt mit einer Vielzahl giftiger Substanzen und Krankheitserregern in Kontakt. Damit diese nicht über die Darmoberfläche in den Körper gelangen oder sich an der Darmwand einnisten, kommt der Schleimhaut eine wichtige Rolle zu. Die Darmschleimhaut produziert Enzyme, die Eiweisse spalten können. Diese Eiweissspaltung dient nicht nur zur Verdauung der Nahrung, sondern spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei Entzündungskrankheiten und Krebs.
 
Institut für Biochemie und Molekulare Medizin, Universität Bern, Dr. Daniel Lottaz
 
Daten:
Dienstag, 23. Mai 2006
 
Anzahl Plätze:
2 (Teilnehmer sollten sich in Englisch verständigen können)
 
Anmeldung
 
 
  Transport und Abbau von Zuckern in Bakterien
 
Bei der Fotosynthese werden jährlich 100'000 Millionen Tonnen Kohlenstoff gebunden, der grösste Teil davon in Form von Zuckern. Etwa die gleiche Masse wird jedes Jahr wieder zu Kohlendioxid abgebaut. Bei diesem Abbau spielen die Bakterien eine entscheidende Rolle. Wir untersuchen mit verschiedenen Methoden, wie die winzigen Pumpen funktionieren, mit denen Bakterien Zucker aufnehmen. Zurzeit reinigen und charakterisieren wir Zuckertransporter aus einem Bakterium, das in China in einer heissen Quelle bei 80 °C gefunden wurde.
 
Departement für Chemie und Biochemie, Universität Bern, Prof. Dr. Bernhard Erni
 
Daten:
Nach Vereinbarung, Gruppenführungen auch ausserhalb des Zeitraums der Gentage möglich.
 
Anzahl Plätze:
2
 
Anmeldung
 
 
  Molekulare Genetik der cystischen Fibrose
 
Die cystische Fibrose, auch Mukoviszidose genannt, ist eine genetisch bedingte Krankheit. Sie bereitet den Betroffenen unter anderem durch zähen Schleim Atemwegserkrankungen und Verdauungsprobleme. Verursacht wird die Krankheit durch Fehler in einem Gen auf dem Chromosom sieben. In der Abteilung für Humangenetik wird untersucht, wie man die verschiedenen möglichen Defekte im entscheidenden Gen nachweisen kann.
 
Abteilung für Humangenetik, Universitäts-Kinderklinik, Inselspital, Dr. André Schaller
 
Daten:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
1
 
Anmeldung
 
 
  Hirnzelltransplantation bei neurodegenerativen Erkrankungen
 
Unser Labor beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Strategien bei der Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. Einerseits untersuchen wir, welche Substanzen das Überleben von Nervenzellen unterstützen und gegen toxische Einflüsse schützen. Andererseits analysieren wir, welche Faktoren die Differenzierung von Stammzellen zu Nervenzellen regulieren.
 
Neurochirurgische Klinik, Forschungslabor, Inselspital, PD Dr. Hans Rudolf Widmer
 
Daten:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
1
 
Anmeldung
 
 
  Stammzelltransplantation und Stammzellforschung
 
Für gewisse Knochenmarktransplantationen werden aus dem Blut eines Krebspatienten die eigenen Stammzellen gesammelt. Diese werden in unserem Labor aufbereitet, bei sehr tiefen Temperaturen eingefroren und aufbewahrt. Nach einer intensiven Chemotherapie können diese Stammzellen dem Patienten zurückgegeben werden, damit sich im Knochenmark wieder neue Blutzellen entwickeln. Es gibt Bluterkrankungen, welche durch eine Störung in den Blutstammzellen entstehen, wodurch sie sich unkontrolliert vermehren. Mithilfe von Blutstammzellkulturen können wir solche Krankheiten erkennen und erforschen.
 
Stammzell-Labor, Inselspital, Dr. med. Gabriela Baerlocher
 
Datum:
nach Vereinbarung
 
Anzahl Plätze:
8 (zwei Halbtage à je max. 4 Personen)
 
Anmeldung
 
 
  Verlaufskontrolle bei chronischer myeloischer Leukämie
 
Im Labor für molekulare Diagnostik werden krebsspezifische Marker identifiziert. Dabei handelt es sich um Veränderungen in den Genen der Tumorzellen von Patienten. Zur Verlaufskontrolle wird dem Patienten alle drei Monate eine Blutprobe entnommen und mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) die Menge des DNA-Markers bestimmt. Damit lässt sich verfolgen, ob der Patient auf die Therapie anspricht. Eventuelle Resistenzen gegen das Medikament können sehr früh entdeckt und die Therapie entsprechend angepasst werden.
 
Molekulare Diagnostik, Inselspital, Dr. pharm. Elisabeth Oppliger Leibundgut
 
Daten:
nach Vereinbarung, 2 Nachmittage, 13.30 bis 16.30 Uhr
 
Anzahl Plätze:
6 (max. 3 Personen pro Nachmittag)
 
Anmeldung
 
 
  Der «Von Willebrand Faktor» - zwei Seiten einer Medaille
 
Das Speziallabor Hämostase befasst sich eingehend mit dem «Von Willebrand Faktor», welcher eine zentrale Rolle in der Blutgerinnung spielt. Während der Mangel des «Von Willebrand Faktors» eine erhebliche Blutungsneigung zur Folge hat, führt der ungenügende Abbau des Faktors zu lebensbedrohlichen thrombotischen Komplikationen. Verschiedene Tests, inklusive genetischer Analyse, werden zur genauen Abklärung dieser Mangelzustände angewandt.
 
Speziallabor Hämostase, Inselspital, Dr. med. J. Kremer Hovinga
 
Daten:
nach Vereinbarung, 2 Nachmittage, 13.30 bis 16.30 Uhr
 
Anzahl Plätze:
6 (max. 3 Personen pro Nachmittag)
 
Anmeldung
 


                                                                                                                                                                                               

by iNetCom